28.10.2010

Kommentar zur Unterschriften Aktion “Altonaer Museum”

Kommentar und Weitergabe an die Presse: Dietrich Osten

Geplante Schließung (zur Erinnerung) 28.10.2010

Der Hamburger Senat beschloss im September 2010 im Zuge seiner Sparmaßnahmen die Schließung des Museums für das folgende Jahr, wobei die Standorte Jenisch- und Rieck-Haus erhalten bleiben sollen. Die Exponate des Altonaer Museums sollen auf andere Standorte verteilt werden.

Das Altonaer Museum ist kein Museum, was ausschließlich der Hansestadt Hamburg gehört, es ist vor allem eine außerordentlich bedeutende unwiederbringliche kulturhistorische Norddeutsche Einrichtung die, sollte es geschlossen werden, nicht nur Hamburg sondern vor allem den gesamten Norddeutschen Raum betrifft. Die Schließung kommt einer kulturgeschichtlichen Amputation gleich und muss mit allen Mitteln verhindert werden.

Die geplante Schließung des Altonaer Museums zum Ende des Jahres betrifft also auch die Stadt Schenefeld und alle umliegenden Gemeinden. Wir verlieren durch die Schließung des Altonaer Museums ein Stück kollektives Gedächtnis mit 640.000 Exponaten auf einer Ausstellungsfläche von 7.300 Quadratmetern und einer Besucherfrequenz von ca. 55.000 Besuchern. Der Jahresetat beläuft sich auf € 3,4 Millionen, davon entfallen € 0,9 an Mietkosten. Die eigenen erlöse werden auf € 640.000, benannt.

Wir, die Offensive für Schenefeld (OfS), setzt sich für den Erhalt des Altonaer Museums ein und legt hierfür Unterschriftenlisten und Informationen aus, damit die Schenefelder Bürger über die Wichtigkeit der Erhaltung des Museums informiert werden und gleichzeitig durch Ihre Unterschrift für die Erhaltung eines der bedeutenden Norddeutschen Museums Nachdruck verleihen können.
Lassen Sie es nicht dazu kommen, dass die

Kulturaussage von Susanne Lothar:
„Hier entscheiden Menschen, die grundlegend kulturell nicht genug gebildet sind!“
bittere Wirklichkeit wird. Entscheiden Sie mit!

18.11.2010
Schenefelder Engagement für Erhalt des Altonaer Museum

Gestern überreichten Mitarbeiter des Altonaer Museum 75.000 Protestunterschriften von Sympathisanten zum Erhalt des Altonaer Museums, gebündelt in 15 roten Leitzordnern, an Marcus Pawelczyk dem persönlichen Referenten von Bürgerschaftspräsidenten Lutz Mohaupt, der verhindert war. Die OfS konnte aufgrund einer kurzfristig eingeleiteten Unterschriftenaktion 57 Unterschriften von Bürgern der Stadt Schenefeld, die sich für den Erhalt des Altonaer Museum ausgesprochen haben, an Torkrild Hinrichsen, Direktor des Altonaer Museums, übergeben. Trotz der hohen Bürgerbeteiligung ist letztlich die Schließung des Altonaer Museums inklusive gemeinnütziger Stiftung (sie umfasst insgesamt 4 große und 6 kleinere Häuser) zunächst einmal nur auf März 2011 verschoben und nicht, wie fälschlich angenommen, vom Tisch. Wie sich gezeigt hat besteht ein starkes Interesse und Kulturbewusstsein der Bürger am Erhalt des archivierten, nachvollziehbaren und abrufbaren „Kollektiven Gedächtnisses“ für den gesamten Norddeutschen Raum. Letztlich war und ist Altona, so wie es hier anschaulich aufbewahrt wird, nordeuropäische wirtschaftliche Drehscheibe nicht nur der ehemaligen Dänischen Kolonien und somit Bindeglied zur Belieferung in den Süden. Sollte es Der Freien und Handelsstadt Hamburg gelingen, das Altonaer Museum zu schließen, wäre dieses Ereignis möglicherweise die Initialzündung zur Schließung weiterer Museen. Es ist daher unumgänglich das Kulturbedürfnis durch Museumsbesuche zu unterstützen und dadurch zu fördern. Museen sind der Stammbaum der Geschehnisse unseres Wirkungsraumes.

 

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